Stressmessung

Messung der Herzraten-Variabilität (HRV)

"Psychische Störungen sind häufig eine Störung der Emotionsregulierung."

Dr. Dirk W. Eilert

Was ist Stress eigentlich genau? Und kann kann man Stress messen?


Stress verstehen und messen


Stress hat zunächst einmal eine gute Absicht – er dient dazu, unserem Körper in Notfall-Situationen schnell Energie für Kampf oder Flucht bereit zu stellen.

Erst chronischer Stress bringt unseren Körper physisch und psychisch aus dem Gleichgewicht.

Stress regulieren


Bei chronischem Stress ist insbesondere der Sympathikus-Nerv übersteuert und sein Gegenspieler – der Parasympathikus – verkümmert.

Unser Nervensystem funktioniert aber ähnlich wie ein Muskel, es muss trainiert werden.

Das zentrale Nervensystem

Das zentrale oder auch vegetative Nervensystem steuert ausgehend vom Gehirn über das periphere Nervensystem alle unsere insgesamt 11 Körpersysteme wie z.B. das Herzkreislaufsystem, das Atmungssystem oder das Immunsystem.


Ist das nervale Gleichgewicht gestört, kommt es zu Dysbalancen in unserem gesamten Körper. Daher sprechen wir auch von sog. "psycho-somatischen Störungen" – also Störungen, die ihren Ursprung in der Psyche haben, sich aber im Körper zeigen.


Hierzu gehören beispielsweise Schlafstörungen, Bluthochdruck, Herzrasen, Schwindel, chronische Schmerzen oder auch Störungen des Stoffwechsels wie Magenschmerzen, Übelkeit oder Durchfall. 

Emotionsregulierung und psychische Störungen

Auch andere psychische Störungen wie Angststörungen mit und ohne Panikattacken, Burnout, Depressionen, Zwangsstörungen, Impuls-Kontrollstörungen oder auch Ess-Störungen sind eng mit einer gestörten Emotionsregulierung verknüpft.


Sind mit der Störung verbundene Emotionen wie z.B. Angst oder Trauer übersteuert, reagiert unser System stärker, als es eigentlich tun sollte und es für unser Überleben wichtig wäre.


Emotionen können aber ebenso untersteuert sein, wie z.B. ein schlechter Zugang zu Selbstwert, Lebensfreude oder Dankbarkeit.


Die zielführende Arbeit mit chronischem Stress, Emotionen und psychischen Störungen ist also eng gekoppelt an eine  funktionale Emotionsreguierung.

Die sog. Herzraten-Variabiltät gibt Aussage darüber, ob unser zentrales Nervensystem noch im Gleichgewicht ist.


Unser Körper ist durchzogen von feinen Nervenbahnen, die Informationen anhand von elektrischen Impulsen und biochemischen Vorgängen weiterleiten.

Insbesondere im Gehirn und im Rückenmark sind diese Nervenbahnen zu Strängen verbunden und steuern viele unserer Körperfunktionen wie z.B. Herzschlag und Atmung.


Die sog. "Herzratenvariabilität" oder auch kurz HRV gibt eine zuverlässige Aussage darüber, wie gut unsere Selbstregulation funktioniert und insbesondere wie schnell unser Parasympathikus reagiert und wie schnell wir wieder in den Entspannung und Regeneration kommen.

HRV-Messung

Unser zentrales (ZNS) oder auch vegetatives Nervensystem (VNS) steuert  unbewusst bzw. autonom wichtige Körperfunktionen wie z.B. das Herz-Kreislaufsystem, den Stoffwechsel oder die Verdauung – dabei ist der Sympathiskus zuständig für Aktion und Leistung, sein Gegenspieler der Parasympathikus ist zuständig für Ruhe und Regeneration.

Erleben wir chronischen Stress, wird der Sympathikus mehr gefordert als der Parasympathikus. Durch die permanente Ansprache werden diese Nervenverbindungen dichter und feuern schneller – der Parasympathikus hingegen bildet sich zurück. 


Ein Ungleichgewicht des zentralen Nervensystems lässt sich anhand von Daten eines EKG bzw. der Pulswelle messen. Vor allem aus den Informationen der sog. Sinusarrythmie (atemsynchrone Schwankungen der Herzfrequenz) kann die Aktivität des Parasympathikus abgeleitet werden. Dies ist neben der Messung des Cortisolspiegels ein zuverlässiger Hinweis auf die aktuelle Stressbelastung, wobei sich Veränderungen sowohl in eine positive als auch eine negative Richtung erst nach mehreren Wochen oder Monaten zeigen, je nachdem über wieviele Ressourcen ein Mensch verfügt.


Im Kontext von Stress und Burnout erhalten über die grafische Auswertung auch Laien Aufschluss darüber, wie sie ihre körperliche Verfassung einschätzen können, so dass ein subjektives Empfinden von Stress objektiv darstellt wie sehr ein Mensch nicht nur gefühlt, sondern auch biologisch im Stress ist.
Veränderungen im Verlauf des Coachings können dokumentiert werden und sich positiv auf die Motivation und damit den Erfolg auswirken. 

Über eine 24-Stunden-Messung können darüber hinaus einzelne Stressoren und vor allem der Schlaf besser evaluiert werden.

Neurofeedback und Biofeedback

Nervensysteme funktionieren ähnlich wie Muskeln, sie müssen trainiert werden, um sie schnell aktivieren zu können. Ist die gleichmäßige Ansprache aufgrund von chronischem Stress aus dem Gleichgewicht geraten, ist der Sympathikus überaktiv und gleichzeitig der Parasympathikus verkümmert – wir fahren sozusagen Vollgas mit defekter Bremse.


Moderne Biofeedback- oder Neurofeedback-Geräte geben über die Messung von Puls, Sauerstoffsättigung oder Gehirnaktivität optische oder akustische Signale beispielsweise für eine optimale Atmung oder die Aktivität unseres zentralen Nervensystems.

So erhält der Nutzer in Echtzeit eine Rückmeldung, ob er die Übungen korrekt ausführt und kann Veränderungen anhand der Software dokumentieren und messbar machen. 


Vor allem technik-affine Menschen und jene, die den üblichen Entspannungsmethoden kritisch gegenüber stehen erhalten so einen wissenschaftlich belegten Zugang zu Übungen zur Senkung des Stresslevels und der Steigerung von Regeneration und Ressourcen.

Vereinbaren Sie einen Termin.

Rahmenbedingungen der Stressmessung:

Ein Stressmessung mittels Herzratenvariabilität dauert fünf plus eine Minute zzgl. Besprechung, nehmen Sie sich daher bitte eine halbe bis ganze Stunde Zeit. Sie bekommen im Anschluss an die Messung eine grafische Auswertung, die Sie als Ausdruck und/oder als Mail zur Verfügung gestellt bekommen.
Darüber hinaus erhalten Sie wertvolle Tipps und Übungen zur Verbesserung Ihrer Parasympathikus-Aktivität.


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Was zufriedene Kunden sagen:

"Als ich die Grafik gesehen habe ist mir erst mal anders geworden. Das macht was mit mir. Aber die Atemübungen sind hilfreich und kann ich diese gut in den Alltag intergrieren. 3x3 Minuten geht immer - kann ich überall machen und kostet nix."

"Die Stressmessung hat mich echt beeindruckt - ich wusste zwar, dass ich momentan sehr beansprucht bin, aber es noch einmal über ein EKG sichtbar zu machen hat mich noch einmal mehr motiviert, endlich besser für mich zu sorgen!"

"Die wissenschaftlichen Studien und die Software-Lösungen haben selbst mich überzeugt. Hier bekommt man fundierte Informationen und keinen esoterischen Schnick-Schnack."